#003 Zwischen Bühne und Roman – Wie Regie das Schreiben prägt
Shownotes
In dieser Episode nimmt Autorin Susanne Schulz ihre Hörerinnen und Hörer mit an ihren Schreibtisch. Sie erzählt von den ersten Ideen zu ihrem Roman „Der Unheilige Mond“, von überraschenden Entdeckungen während des Schreibens und von der intensiven Recherche hinter der Geschichte.
Dabei spricht sie auch darüber, wie mehr als drei Jahrzehnte Theaterarbeit ihr Schreiben geprägt haben: Was lässt sich aus der Regie für einen Roman übernehmen? Wie entstehen lebendige Dialoge, Atmosphäre und Spannung? Und warum war ausgerechnet die Erzählperspektive eine der größten Herausforderungen?
Ein persönlicher Einblick in den Weg vom Theater zum Roman – und in einen kreativen Prozess, der auch beim Schreiben des zweiten Romans noch voller Entdeckungen steckt.
https://mentoren-verlag.de/autor-in/susanne-schulz/ https://dieschulz.de/autorin/der-unheilige-mond/
Transkript anzeigen
00:00:00: Wie entsteht ein Roman?
00:00:04: Woher kommen seine Figuren, seine Schauplätze und die Ereignisse, die eine Geschichte prägen.
00:00:09: In diesem Podcast öffnet die Autorin Susanne Schulz die Tür zu ihrer schriftstellerischen Arbeit.
00:00:16: Hallo liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!
00:00:19: Hallo liebe Leserinnen & Leser.
00:00:22: Heute möchte ich sie an meinen Schreibtisch mitnehmen, an dem ich für viele Jahre meinen ersten Roman geschrieben habe auch im Moment mein zweiter Roman entsteht.
00:00:33: Ich möchte Ihnen von meinen ersten Ideen erzählen, von überraschenden Entdeckungen während des Schreibens und von intensiven Recherchen und nicht zuletzt von den Momenten in denen eine Geschichte plötzlich lebendig
00:00:46: wird.".
00:00:47: Im Mittelpunkt steht der Roman Der Unheilige Mond – Eine Geschichte überschuld Erinnerung Und die dunklen Schatten der Vergangenheit.
00:00:56: Natürlich bringt Der Blick der Dramatogen eine Menge für das Schreiben, weil ich war in der Lage mich von meinem Roman zu distanzieren und ihn von außen anzuschauen.
00:01:07: Das geht am Anfang ganz gut.
00:01:09: Wenn man ihn ein bisschen liegen lässt dann kann man ihn von Außen anfangen zu bewerten.
00:01:14: aber ich musste natürlich erstmal etwas lernen.
00:01:17: wie schreibe ich überhaupt Figuren?
00:01:19: Wie schreiber ich überhaupt die Geschichte?
00:01:23: Weil inszenieren ist etwas ganz anderes als schreiben.
00:01:29: Man hat zwar die Erfahrung von Rhythmus, man hat die Erfahrung vom Auftritten und auch die Erfahrung der Schweigen zwischen den Sätzen oder Cliffhängern um einen Spannungsbogen aufzubauen.
00:01:39: Also das ist bei meinem Roman zum Beispiel so.
00:01:41: ich arbeite sehr gerne mit Cliffhengern und ich hoffe dass ich in der Lage bin Spannungen aufzubauern.
00:01:47: Trotzdem ist das Regie für ein etwas ganz anderes.
00:01:50: es man muss sich ständig in die Figuren hineinversetzen Denn die Erzählposition war für mich das Schwierigste.
00:02:01: Redet jetzt der Auktoriale, erzähler redet die Figur, guck ich in die Figuren hinein schaut jemand von außen drauf und so weiter.
00:02:08: Das ist mir so in Fleisch- und Blut übergegangen beim Theater sodass sich das erst ändern musste Und es ist bis heute noch meine Problematik geblieben.
00:02:19: Ich bin jetzt im zweiten Roman.
00:02:22: Seltsamerweise haben sich diese über dreißig Jahre Theater machen, Theater schauen.
00:02:27: Theater erleben so in mich hineingeschrieben dass ich dort etwas aufbrechen muss.
00:02:34: Der Vorteil ist allerdings das ich wie eine Regisseurin auf meine Figuren schauen kann.
00:02:40: Ich kann mir sehr gut vorstellen wie sie in Räumen agieren Wie sie miteinander einen Dialog führen.
00:02:46: Dialoge sind für mich übrigens ganz einfach Das ist für mich das Einfachste.
00:02:51: Auch leicht sind für mich Landschaftsbeschreibungen, auch Atmosphären.
00:02:57: Das wurde auch rückgemeldet von Lesern und Leserinnen, dass der die Büro malen starke Atmospherin hat.
00:03:05: Weitere Gedanken, Hintergründe und Geschichten von Susanne Schulz gibt es in der nächsten Episode!
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